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Impfschutz zu Hause und auf Reisen
Impfschutz
Während die Impftermine für die Kinder oft regelmäßig wahrgenommen werden und lückenlos ausfallen, sieht es beim Impfschutz von Erwachsenen nicht mehr so rosig aus. Wer in ferne Länder reist, lässt sich zwar die erforderlichen Impfungen geben. Dabei wird aber oft vergessen, dass auch zu Hause ein Impfschutz gegen bestimmte Erkrankungen vorhanden sein muss. Bei Erwachsen findet normalerweise eine Auffrischungsimpfung der gängigen Impfungen im Abstand von 10 Jahren statt. Liegt die letzte Impfung schon sehr lange zurück, muss in den meisten Fällen erst eine erneute Grund-Immunisierung stattfinden, für die zwei bis drei Impftermine in vom Arzt vorgegebenen Abständen notwendig sind. Nachstehend die wichtigsten Impfungen im Überblick:
Tetanus
Jeder, der ein Haustier besitzt und viel im Garten arbeitet, kommt um eine Impfung gegen Tetanus, auch Wundstarrkrampf genannt, nicht herum. Aber auch alle anderen sollten sich diesen Schutz nicht entgehen lassen, denn Wundstarrkrampf-Sporen sehen in jeder Wunde ein gefundenes Fressen, um in den Körper einzudringen. Dafür reicht schon ein einfacher Schnitt in den Finger. Nach einer Inkubationszeit von wenigen Stunden bis zu mehreren Wochen kommt es zu den typischen Symptomen wie starken Kopfschmerzen und Muskelspannung im Kieferbereich, die bis zu einem Versagen der für die Atmung zuständigen Muskeln führen kann. Eine Tetanus-Impfung wird alle 10 Jahre aufgefrischt und in der Regel als Zweifach-Impfung mit der Diphtherie-Impfung gegeben.
Diphtherie
Eine Infektion mit Diphtherie-Erregern zieht zunächst einmal einen Befall der Atmungsorgane nach sich. Wenn die Toxine die Organe des Körpers befallen, kommt es oft zu lebensgefährlichen Kreislaufproblemen und Herzversagen. Da die Todesrate bei zu spät einsetzender Behandlung recht hoch ist, wird eine Impfung dringend empfohlen. Durchgeführt wird sie in einem 10-jährigen Abstand zusammen mit der Tetanus-Impfung.
Polio
Wer jetzt denkt: Kinderlähmung - brauche ich nicht, ich bin doch schon erwachsen, der täuscht sich gewaltig. Die Viren, die für Polio oder Kinderlähmung verantwortlich sind, können jeden befallen. Eine Impfung im Kleinkindalter reicht also keineswegs aus. Auch Erwachsene sollten sich in einem Abstand von 10 Jahren impfen lassen.
Grippe
Die Grippe ist vor allem bei Menschen gefürchtet, die ein schwaches Immunsystem haben. Dazu gehören vor allem ältere Menschen, aber auch Kinder oder chronisch Kranke. Vor allem für diese Personengruppe wird eine jährliche Impfung gegen Influenza-Viren empfohlen.
Meningokokken
Während eine Impfung gegen Meningokokken lange Zeit nur für Urlaubsreisen in bestimmte Länder eingesetzt wurde, findet heute bereits eine Impfung gegen Meningokokken-Stämme im Kleinkind- und Jugendalter statt. Meningokokken sind Bakterien, die für Hirnhautentzündungen verantwortlich sind. Findet keine rechtzeitige Behandlung statt, verläuft die Erkrankung bei rund 10 Prozent der Betroffenen tödlich. Wird die Erkrankung rechtzeitig mit Antibiotika behandelt, sinkt die Todesrate, allerdings können durch die Schwellungen im Gehirn Lähmungen oder geistige Behinderungen zurückbleiben.
Hepatitis B
Eine Ansteckung mit Hepatitis B erfolgt oft bei den sogenannten Sex-Reisen, bei denen die Betroffenen sexuelle Kontakte mit verschiedenen Personen hatten. Aber auch hierzulande wird die Impfung für bestimmte Personengruppen wie zum Beispiel Angestellte im medizinischen Bereich empfohlen. Nach einer Grund-Immunisierung, bei der drei einzelne Impfungen durchgeführt werden, besteht ein Impfschutz über einen Zeitraum von 10 Jahren.
Für Urlaubsreisen: Impfungen gegen Hepatitis A, Gelbfieber, Cholera, Typhus
Je nach anvisiertem Urlaubsland sind weitere Impfungen notwendig. Ärzte, Apotheken und Tropeninstitute geben Auskunft, welche Impfungen für welches Land erforderlich sind. Reiselustige sollten sich rechtzeitig informieren, denn manche Erstimpfungen müssen bereits ein halbes Jahr vor Reiseantritt erfolgen.

