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Versicherungen rund um die Gesundheit
Versicherungen
Die meisten Arbeitnehmer sind gesetzlich krankenversichert. Da gesetzliche Krankenkassen aber immer weniger Kosten übernehmen und Patienten auf einen gewissen Service und Komfort nicht verzichten möchten, geht der Trend immer mehr hin zu den privaten Krankenversicherungen. Dabei stehen dem Patienten verschiedene Möglichkeiten offen. Entweder findet ein radikaler Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung zur privaten Krankenversicherung statt. Je nach Lebensumstand kann sich das aber finanziell ungünstig auswirken. Für Alleinstehende ist ein Wechsel zur Privatversicherung aber durchaus lohnenswert. Wer auf mehr Sicherheit bedacht ist, hält seiner Gesetzlichen die Treue und schließt zusätzliche Versicherungen nach den persönlichen Wünschen und Bedürfnissen ab, damit im Krankheitsfall auch alles zur Zufriedenheit läuft. Möglich sind folgende Versicherungen:
Private Zusatzversicherungen
Jeder weiß am besten, worauf er im Krankheitsfall schwerpunktmäßig Wert legt. Die Versicherer haben sich längst darauf eingestellt und bieten verschiedene Tarife an. So können Zusatzleistungen wie Brille, Heilpraktiker, Zahnersatz, Auslandsreisen und Chefarztbehandlung sowie Krankenhaustagegeld und Krankentagegeld individuell und in der gewünschten Höhe vereinbart werden. Je nachdem, wie hoch zum Beispiel das Krankentagegeld aussehen soll, werden die monatlichen Beiträge berechnet. Beim Zahnersatz übernehmen private Versicherungen parallel zu den Kassenleistungen noch einmal rund 25 Prozent der Kosten. Für die Kosten für eine neue Brille werden sogar rund 80 Prozent zusätzlich zu den Kassenleistungen übernommen. Heilpraktikerkosten werden zu 80 Prozent erstattet. Wer die Option Privatpatient wählt, erhält von der Versicherung beim Zahnersatz die Hälfte der Kosten erstattet. Zusammen mit dem, was die Gesetzliche zahlt, bleibt für den Patienten nur noch ein geringer zu zahlender Eigenanteil. Psychotherapeutische Behandlungen, Krankengymnastik und ambulante ärztliche Behandlungen werden zu 100 Prozent übernommen. Daneben können Versicherte weitere Leistungen wählen wie zum Beispiel Einzelzimmer.
Pflege-Zusatzversicherung
Pflegebedürftigkeit kann jeden treffen. Und jeder weiß, wie teuer die Pflege auf die Dauer werden kann. Deshalb ist es sinnvoll, im Vorfeld mit einer Pflege-Zusatzversicherung vorzusorgen. Zusätzlich zu den Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung erhalten privat Versicherte ein Pflegegeld, dessen Höhe vorher vertraglich vereinbart wird. Das Pflege-Tagegeld wird nicht besteuert und wird bereits ab Pflegestufe 1 ausgezahlt.
Neben den Zusatzversicherungen für den Krankheitsfall sollte auch an Versicherungen für den Fall einer Invalidität und Berufsunfähigkeit infolge eines Unfalls oder einer Erkrankung gedacht werden. Wer rechtzeitig vorsorgt, schafft sich ein finanzielles Polster und kann das Leben komfortabler gestalten, zum Beispiel durch den behindertengerechten Umbau des Eigenheims. Viele Unfälle passieren beim Sport oder sogar im eigenen Haushalt, davor ist niemand gefeit. Für den Fall, dass danach der Beruf eine Zeitlang nicht mehr ausgeübt werden kann, muss entsprechend vorgesorgt werden. Eine Unfallversicherung kommt für Invalidität auf, zahlt Krankentage- und Krankenhaustagegeld (sofern gewünscht und vorher vereinbart), Bergungskosten, Rücktransport und vieles mehr. Die Unfallversicherung zahlt jedoch nicht bei Berufsunfähigkeit nach schwerer Krankheit. Hier setzt die Berufsunfähigkeitsversicherung den Hebel an. Diese beiden Versicherungen sollten möglichst Hand in Hand gehen und gut aufeinander abgestimmt sein, damit im Falle einer Berufsunfähigkeit ein gewisser Lebensstandard aufrecht erhalten werden kann.
Vor dem Abschluss der gewünschten Versicherungen ist ein Vergleich der einzelnen Anbieter sehr zu empfehlen. Besser klappt es mit dem Vergleich, wenn der künftige Versicherungsnehmer schon genaue Vorstellungen hat, welche Leistungen er sich wünscht und wie hoch die monatlichen Beiträge höchstens ausfallen dürfen. Auf diese Weise können die Konditionen der einzelnen Versicherer besser mit den eigenen Bedürfnissen abgestimmt werden und spätere Enttäuschungen bleiben aus.

